Kultur & Kommunikation

Ich passe Kommunikation für die jeweilige Kultur an. Wie und warum?

Was hat Kultur mit Kommunikation zu tun?

Kultur entsteht aus Kommunikation und umgekehrt. Jede Kultur ist einzigartig. Dementsprechend unterscheidet sich auch die Art, wie Menschen kommunizieren.

Wie viel Emotion darf oder sollte man zeigen? Wie formell oder informell ist der Umgang miteinander? Wie viel Detail in der Information wird erwartet?

Sagt man es direkt oder durch die Blume? In diesen und vielen anderen Gesichtspunkten unterscheidet sich der Kommunikationsstil von Kulturen.

Ich passe Ihre Kommunikation jeweils für die deutsche und amerikanische Kultur an, um den Unterschieden Rechnung zu tragen.

Deduktiv oder induktiv?

Deutsche bevorzugen einen deduktiven Präsentationsstil: Die Präsentation beginnt mit der Hauptaussage und geht vom Allgemeinen ins Besondere. Beispielsweise wird ein Problem vorgestellt, Untersuchungmethoden, Fakten und Theorien dazu besprochen, zum Schluss werden konkrete Beispiele und Lösungsvorschläge genannt.

Wenden Sie diesen Ansatz bei einem amerikanischen Publikum an, so steigen Ihre Zuhörer womöglich schnell aus. Denn in den USA wird der induktive Präsentationsstil bevorzugt: Man geht vom Besonderen zum Allgemeinen. Hier würden konkrete Beispiele für das Problem zuerst

genannt, Untersuchungsmethoden und Theorien dazu nur kurz angesprochen und verstärkt Fokus auf Lösungsvorschläge gelegt.

Eine Präsentation sollte deshalb nicht lediglich in eine andere Sprache übersetzt, sondern an den in der jeweiligen Kultur bevorzugten Präsentationsstil angepasst werden.

Ich berate Sie zu Gesichtspunkten wie Länge; Aufbau; Umfang, Darstellung und Reihenfolge der einzelnen Gesprächspunkte und Ton der Präsentation – damit Sie Ihr Publikum überzeugen.

Aber bitte mit Gefühl!

Emotionen werden in der amerikanischen Kultur intensiver kommuniziert als in der deutschen. Dieser Unterschied ist bedeutend im Marketing.

Übersetzt man in der Werbung lediglich aus dem Deutschen, wirkt die Sprache auf einen Amerikaner lauwarm und damit wenig überzeugend.

Umgekehrt könnte die wörtliche Übersetzung eines Marketingtexts aus dem Amerikanischen auf Deutsche überzogen oder gar unseriös wirken.

Ich transkreiere Ihren Marketingtext und schalte mit Gefühl einen Gang hoch oder runter.

Formalitätssache

In den USA wird häufig informeller kommuniziert als in Deutschland. Beispielsweise ist es üblich, einander mit Vornamen anzusprechen und persönliche Informationen schneller auszutauschen.

In der Korrespondenz mit Kunden, Geschäftspartnern, aber auch mit

Kollegen und höher gestellten Mitarbeitern etwa empfiehlt sich deshalb unter Umständen ein informellerer Ton als in Deutschland üblich.

Je nach Empfängergruppe und individuellen Gegebenheiten schätze ich ein, wie formell oder informell der Ton Ihrer Kommunikation sein sollte.

Wie direkt ist zu direkt?

In manchen Kulturen werden Informationen und Meinungen sehr direkt kommuniziert. Sprachlich werden häufig sogenannte „Upgrader“ genutzt: Wörter wie „total“, „ganz“, „absolut“, um das Gesagte zu verstärken. Deutsche kommunizieren im Schnitt direkt und mit Upgradern.

Umgekehrt gibt es Kulturen, die indirekt kommunizieren und mit „Downgradern“ formulieren: Wörter wie „ein bisschen“, „etwas“, „nicht so“. Manchmal wird eine Situation, Meinung oder ein Gefühl heruntergespielt:

„Wir sind noch nicht ganz am Ziel“ bedeutet in Wirklichkeit „Wir haben gerade erst angefangen“. Amerikaner formulieren tendenziell indirekter als Deutsche. Der direkte und bestimmte deutsche Kommunikationsstil wird von Amerikanern oftmals als schroff oder gar beleidigend empfunden. Für amerikanische Zielgruppen sollte daher generell indirekter und weicher formuliert werden.

Ich formuliere für Sie so um, dass Ihre Botschaft richtig rüberkommt.